Und mußt du dennoch fort,
Jagend von Ort zu Ort,
Suchend die Ziele, die
Nirgendwo sind:
Kehre fein balde um,
Freund, in dein Heiligtum,
Wo du bist Gatte und
Vater und Kind.
Reiße vom Strande dich,
Eh' fremde Bande dich
Festgewebt; nimmer ihr
Sklave sollst sein.
Denn deine größte Kraft
Und deine Meisterschaft
Sproßt aus der heimischen
Erde allein. —
Panzre mit Steirererz,
Land, deines Sohnes Herz,
Heb auf den Schild ihn
Des leuchtenden Firn.
Kränze mit Lärchenreis
Und mit dem Edelweiß
Würdig des Älplers
Teutonische Stirn. —
Östlicher Rosenhauch,
Südlicher Lorbeerstrauch
Gleicht nicht des Tannenbaums
Duftendem Reis.
Was auch in weiter Welt
Herrliches aufgestellt,
Heiliges Heimatland,
Dir sei der Preis!
[Ein Lied, ein Schwert und einen Gott!]
Vom Ortler bis zum Kahlenberg
Am reichen Donaustrand
Ist unsrer deutschen Ahnen Haus,
Ihr freies Heimatland —
Im Reich der Tannen.
Ob's Bayern oder Steiern heißt:
Die Drau, die Traun, die Donau fleußt
Durchs Hochland der Germanen.
Die wildgewaltige Felsenburg
Stellt Ost und Westen gleich.
Es pocht ein einig Volkesherz
Durchs ganze Alpenreich.
Erhebt die Fahnen!
Es hat in Fried' und Streit und Not
Ein Lied, ein Schwert und einen Gott
Das Hochland der Germanen.