[Das bestohlene Hannchen.]

O Herr, des Nachbars Valentin
Der stahl mir gestern meinen Hafer,
Er — stahl ihn mir — er — stahl mir ihn,
Es war nur — eine Handvoll — aber —

Am Hafer hing mein kleines Huhn,
Es hat so gern von ihm geklaubt;
So hat er mir den Hafer nun
Und auch mein kleines Huhn geraubt.

Mein ganzes Herz hing an dem Tier,
Es war so fett und schwarz wie Kohlen:
Jetzt hat der Strolch das Hühnchen mir
Und auch — mein ganzes Herz gestohlen.

[Die Einfältigen.]

Du fragst, warum ich gewinkt dir hab',
Du fragst, warum ich das Röslein dir gab?
— Ei, das solltest du wissen!

Du fragst, warum man jung sein muß,
Du fragst, wozu so verstohlen der Kuß?
— Ei, das solltest du wissen!

»Mein Knab', daß Mägdlein fragen gern
Und tun, als läg' ihnen alles fern —
Ei, das solltest du wissen!«