[Diese Mädels!]
Als ich dem Liebel im Stübel gestand,
Ich würd' es küssen müssen,
Da gab's ein Bildchen mir in die Hand,
Daß ich was hätt' zum Küssen.
Es war der heilige Antonius,
Der Findpatron zum Glücke;
Hatt' ich verloren des Liebchens Herz,
So bracht' er mir's zurücke.
Dann, als sie sah, wie glühend ich
Das Amulett tat küssen,
Da hat sie's heftig, zornig, wild
Mir aus der Hand gerissen.
Nun hab' ich gewußt, was zu geschehn,
Die Eifersucht zu kühlen.
Die Mädels, die mögen das Küssen nicht sehn,
Aber fühlen, fühlen, fühlen.
[Belehrung für einen Dichter.]
Du beklagst dich, daß dein Weibchen
Nicht will deine Lieder lesen.
Schreib in Küssen, statt in Versen,
Wird sie's immer wieder lesen.
Bist du ferne, wird sie gerne
Lieder unterm Flieder lesen.
Doch, wenn selber singt der Vogel,
Wozu im Gefieder lesen?
Wisse, sie hat nicht die Richtung
Literarisch weiser Richter;
Lieber, als die größte Dichtung,
Ist dem Weib der junge Dichter.
Deshalb ist, seid ihr beisammen,
Nicht die Zeit zum Liederlesen.