[Des Landmanns Saat.]
Der Landmann säet das Weizenkorn.
»O Maid, ich bin dir gut!«
Er mäht das reife Weizenkorn
Und küßt sie bis aufs Blut.
Der Stein zermalmt das Weizenkorn,
Die Maid liegt auf der Bahr'.
Als Hostie thront das Weizenkorn
Auf heiligem Altar.
Wie stiegst du hoch, mein Weizenkorn!
Und wer und wo blieb ich!
O Brot, der ewigen Liebe Born,
Erbarme dich!
[O sei mir gegrüßet, du grünender Baum!]
O sei mir gegrüßet, du grünender Baum,
Wo ich mein Liebchen sah,
Die Myrt' in den Locken, auf blumigem Saum,
So nah! So nah! So nah!
Wie küßte ich heiß ihren rosigen Mund!
Am Baum ein Vöglein sang.
O Wonne des Herzens, glückselige Stund'!
Wie lang, wie lang — wie lang!
Sie fällten den Baum, und sie bauten den Sarg,
Im Mai, im holden Mai.
Sie schlossen den Schrein, der mein Himmelreich barg.
Vorbei, vorbei, vorbei!