[Wir weichen nicht von unsren Idealen!]
Wir weichen nicht von unsren Idealen,
Sie schmücken, adeln dieses Erdenwallen,
Sie ehren uns,
Der Niederträchtigen Hohn wird uns zum Ruhm.
Ums welterlösende geweihte Heiligtum
Wir wehren uns!
Der Völker, Rassen, Religionen Streit
Vergeht im warmen Glanz der Menschlichkeit.
Wir kehren uns
Zum treuen, ewigen Geist, der alle zählt,
Und wehe dem, der Haß statt Liebe wählt!
Wir wehren uns!
Doch nicht mit Schwert und Feuer, wie Barbaren;
Denn unsrer Philosophen heilige Scharen,
Sie lehren uns,
Trotz Korybantenlärms von Schelm und Wicht,
Mit heiterer Ruh und lächelndem Gesicht
Zu wehren uns.
[Mein Erz.]
Mein deutscher Sang ist euch zu zahm,
Anstatt mein geliebtes Volk zu segnen,
Soll fluchen ich der Feinde stramm,
Dem Nachbar stets mit Trutz begegnen.
Mein Herz ist froh, mein Erz ist rein,
Es dient dem Tod nicht, nur dem Leben;
Wie, muß denn alles Kanone sein?
Mag's nicht auch klingende Glocken geben?