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Ich bin ein armer Hirtenknab',
Der Wald, das grüne Feld,
Mein Brotsack und mein Birkenstab
Ist meine ganze Welt.

Und zieht mein Schäflein grasend hin
Auf grüner, frischer Au,
So gras' auch ich für meinen Sinn
Im hohen Himmelsblau.

Und bricht die dunkle Nacht herein,
So schau ich dort hinauf:
Es blühet in der Sterne Schein
Die Liebe Gottes auf! —

[Ich bin daheim auf waldiger Flur.]

Ich bin daheim auf waldiger Flur,
Mein Hüttchen ist ein grüner Baum,
Mein Ruhebett der Wiesensaum
Am Herzen der Natur.

Ein Rehlein kommt durch Zweige dicht,
Mir dringt ans Ohr sein weicher Laut,
Es sieht mich an, es spricht so traut,
Und ich versteh' es nicht.

Nun kommt ein blühend Mädchen noch,
Und sinnend steht es auf der Flur;
Es sieht mir stumm ins Auge nur,
Und ich versteh' es doch.