Nicht vom Feinde stammt mein Leid,
Der macht mich nur stark.
Solche, denen war geweiht
Treu mein Herz zu aller Zeit,
Trafen mich ins Mark.
Was sie falsch mir angetan,
Stumm sei's wie das Grab.
Und des Grams geheimer Bann,
Den mir niemand lösen kann,
Drückt mich bald hinab.
Sonst ein Jauchzen — jetzt ein Schrei:
O du dumme Welt!
Wär' ich dieses Wahnes frei,
Hätt' ich nie auf Menschentreu'
Herz und Glück gestellt!
Hätt' ich nie auf Weibessinn
Nest und Not gebaut,
Flög' ich vogelfröhlich hin,
Freiheit wäre mein Gewinn,
Freude meine Braut.
Lieb' und Treue, blöder Wicht,
Hast du dir gewählt.
Liebe stirbt, Vertrauen bricht,
Was du meinst, das gibt es nicht
Auf der dummen Welt.
Einst war ich so froh und rein,
Wie ein Maientag,
Jetzt, o Nebel, hüll mich ein,
Weil ich Lust und Sonnenschein
Nimmer sehen mag.
Wie ein blätterloser Baum
Steh' ich auf der Heid',
Dürres Laub vom Waldessaum,
Starres Eis und Flockenflaum
Ist mein Hochzeitskleid.
Sterben ist ein' harte Buß',
Wem es nicht gefällt.
Mir ist's redlich zum Verdruß,
Daß ich heut noch leben muß
Auf der dummen Welt.