Du hast der Köche zwei und drei,
Der Kellermeister vier;
Wer reicht die harte Krume Brot,
Den Wassertrofen mir?
O Herr, du hast mich lieb gehabt,
Und unser Kind verschmacht,
Der Vater fährt ins hohe Schloß,
Die Mutter in den Schacht.
Wenn einst sich auf die Gräber tun,
Die Schlösser stürzen ein,
Dann wird, du stolzer Bräutigam,
Wohl unsre Hochzeit sein?
[Neuer Sang mit altem Klang.]
Ich weiß ein Lied zu singen
Von einer schönen Maid,
Die hat ein weißes Hemde
Und güldenes Geschmeid.
Das güldene Geschmeide,
Das tat mir nichts zuleide.
Das Hemde war so lind.
Ich such' am linden Hemde
Daß ich den Herzschlag find',
Dann stoß' ich in den Busen
Das Messer ihr geschwind.
Der harte Stahl tat klingen,
Das heiße Blut tat springen
Mir in das Angesicht.
Dann beicht' ich meine Sünden
Und gehe zum Gericht,
Um meinen Lohn zu finden
Auf hohem Blutgerüst.
Vom Leben will ich scheiden,
Statt Liebespein zu leiden
Ob einer falschen Maid.