Da sangen die Saiten
Von rosigem Antlitz der Jugend.
Sie sangen von Liebe im Herzen, von Lust in der Brust wohl,
Von trautester Treue, bis einstmals der Tod trennt. —
Fehde den lugvollen, trugvollen, gleißenden Saiten!
Im Herzen ist Haß.
In der Brust brausen Brände!
O reißt auseinander die liebeträumenden Leben.

Das Weib mag weinen und welken,
Der Mann muß erbleichen — und brechen die Liebe.
Reißet den Sohn vom sehnenden Herzen der Mutter,
Einsam sollen sie sterben und starrenden Auges verwesen!

Haß dem Guten, dem göttlich Gerechten,
Haß dem Hohen und Holden!
Im Herzen ist Haß,
Entfachet zur flammenden Tat ihn:
Die Lebenden tötet, die Toten rächet,
Daß ewige Rache die Menschheit richte! —

Da sangen die Saiten
Von Leben und Liebe,
Von Friede und Freude,
Von wahrer, erhabener Menschenvollendung!

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Am erstbesten Eichbaum zerschlag' ich die Leier!

[Eine Stimme in der Wüste.]

Es mußt' ein wildes Schlachten kommen,
Du, Welt, verträgst den Frieden nicht,
Du schreist nach ihm, und naht er schüchtern,
So schlägst du ihm ins Angesicht.

Ich sah noch keinen Tag erstehen,
Der nicht entfacht vom Reinen war,
Und keine Sonne sah ich sinken,
Die trüb nicht vom Gemeinen war.