»Aber um aller Welt willen, Vetter, warum wollen Sie doch in alle Welt?« riefen mir Vettern, Muhmen, Basen zu, als mein Entschluß bekannt ward.

– Die vereinten Staaten von Nordamerika sind ja nicht alle Welt! – war meine Antwort.

»Wir sehen Sie in diesem Leben nicht wieder.«

– Hm, ich denke, noch vor Weihnachten. Es ist von hier bis Amerika nicht gar weit. Morgen reis' ich ab. In sechs, acht Wochen geh' ich in Amerika schon spazieren.

»Und, Vetterchen, bedenken Sie doch die tausend Gefahren auf dem Meere!«

– Ich sehe da deren nicht mehr, als auf dem Lande; nämlich, allenfalls ums Leben zu kommen. Gut, diese Gefahr ist die einzige, und wir bestehen sie vom Morgen bis zum Morgen alle Tage bei uns auf festem Boden.

»Ach, und Sie sind noch so blutjung.«

– Sieben- bis achtundzwanzig Jahre, glaub' ich. In dem Alter hatte Napoleon schon Italien erobert.

»Nun, warum machen Sie nicht lieber eine Lustreise nach Italien?«

– Erstlich lasse ich mich schlechterdings nicht im Piemontesischen mit meinen Paar Büchern als Transitgut plombiren; zweitens mich in Mailand schlechterdings nicht auf die Polizei schleppen, wenn unglücklicherweise an meiner Weste Carbonari-Farben zu sehen wären; drittens hab' ich einen Abscheu vor Stileten und Dolchen der Weglagerer, die im Kirchenstaat wieder mit der guten, alten Ordnung zurückgekehrt sind.