„Der verfluchte Zwang, Mensch. In der Stadt bin ich natürlich oft bei der Werft herumgekrochen, wenn ich Zeit hatte. Da habe ich ein paar ordentliche ruhige Leute gekannt. Genossen waren sie natürlich, wie die andern auch alle. Und du weißt ja, Peter, ich hab’ das auch immer schön gefunden, was die da in Wanbyll wollten. Aber bis zu vier Mark mußten sie manchmal in der Woche an den Verband abgeben. Und glaubst du, daß sie so dachten, wie die andern? Is ja all dummen Snack, sagten sie. Wie die das haben wollen, wird das nie, und unterdessen stockt mit dem ewigen Streiken der Handel, und wir Arbeiter haben den größten Schaden. Aber sie mußten mit, und wenn sie noch so gut im Verdienen waren, gefeiert mußte werden, ob sie wollten oder nicht. Und der Zwang ärgerte mich. Ich habe mir da manchmal gedacht, wenn ich bei der Werft geblieben wäre, hätte ich mich wohl heraufarbeiten können. Hans Todtsen von der Schule habe ich in der Stadt getroffen. Der kommt gut vorwärts, und der wollte mich da auch gern festhalten, aber ich will hier lieber frei und mein eigener Herr sein. Den Teufel aber auch, wenn es hier nicht besser ist.“
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So mußte denn weiter gefeiert werden, bis Peter nach der Ernte beim Bauern frei kam. Sie konnten mit dem Heringsfang nicht beginnen, weil sie vier Mann brauchten in den zwei Booten.
Aber endlich war die untätige Zeit vorbei, und Peter war wieder da. Da fing die schwere Arbeit an.
Großvater war sehr alt geworden in den letzten Jahren, und Hans Peter Lassen hatte angefangen zu kränkeln.
In jedem Boot ging nun einer der Jungen mit einem der Alten hinaus, und der Junge mußte eine weit größere Arbeitslast tragen als sonst.
Da kam mit der Arbeit die ruhige Sicherheit zurück, und Lars fing wieder an, die starke Seeluft tief einzuatmen und zu fühlen, daß er zu Hause war.