„Du sollst ihn aber sehen!“
„Herr Lehrer!“
„Miete, bist du verrückt?“
Da trat der Lehrer wirklich in die Tür, und Lars mußte wieder aufstehen langsam und widerwillig. — Es war ein schmächtiger Mann mit einem braunen Vollbart. Und nun trat er vor Lars hin, und er lachte dabei.
Da erkannte der ihn an den Augen. „Jakob Lind!“ rief er. Dann wurde er gleich wieder steif und dachte daran, daß er nur ein Fischer geblieben war.
Aber Jakob Lind hatte die schwere Arbeitshand gefaßt und schüttelte sie. „Du dummer Kerl!“ sagte er, und Lars sah, daß Jakob immer noch die guten, geraden Augen hatte. Da taute er langsam auf, und beim Abendbrot kamen sie allmählich auf die alten Geschichten, und der dicke Aage und der laute Herr Braun mit der goldenen Brille und Hans Todtsen mit seinen großen Worten, sie mußten alle heran, und Lars hatte fast ganz vergessen, wo er war, und hatte laut mitgelacht über die alten Geschichten.
Als das Essen zu Ende war und der blaue Zigarrenqualm um die Hängelampe zog, hatte Jakob Lars gebeten, mit ihm zu gehen.
Da sah Lars von der Seite auf den hellen Kopf, der neben ihm über die feine Stickerei gebeugt war. „Geh doch mit ihm!“ sagte Miete Asmussen.