Aber Christen Matthies sagte: „Er sollte lieber den kleinen Leuten helfen, wenn er so klug ist.“

Das klang Lars noch im Ohr, als er nach Hause ging.

[4] Verwirrung im Tauwerk.

Kapitel XXI

So hatte Lars dann noch vor der Zeit des Heringfangs geheiratet und war in das neue Haus gezogen. Nun fuhren sie zusammen hinaus in die heulenden Herbststürme, Lars und Kords und Peter mit Christen Matthies. Der Herbst war stürmisch, aber er blieb lange warm. Darum konnten die Fischer von draußen ihre Stellnetze nicht setzen, und die Fischer in der Bucht hatten einen guten Verdienst. Aber als dann der erste Frost kam und die Stellnetze wieder die Bucht absperrten, war der Unterschied fühlbar hart, und die Fischer brauchten zornige Worte.

Lars war mit Kords ein paarmal ins Wirtshaus gegangen statt zu Herrn Asmussen oder den Linds. Peter sagte nichts darüber, aber er ging mit finsterm Gesicht um Lars herum. Im Wirtshaus saß Lars meist mit seinem unbeweglichen Gesicht zwischen den dicken Tabakswolken, fast als wenn er schliefe, und sagte nur selten ein Wort.

Als sie mit den Fäusten auf den Tisch schlugen und laut auf die Fischer von draußen fluchten, da hatte er sich einmal aufgerichtet: „Das ist, weil ihr euch hier nicht einig werden könnt bei uns. Anderswo haben die Fischer Vereinigungen, da machen sie die Sachen untereinander aus.“

„Ach was, Vereinigungen,“ sagte der rote Trollsen, „damit man mir vorschreibt, daß ich heute fischen muß, ob ich will oder nicht, und nicht mehr mein eigener Herr sein darf.“

„So eine Vereinigung müßte das eben sein, wo jeder ruhig seinen eigenen Weg gehen könnte und sie sich gegenseitig schützten gegen den Zwang von außen. Da können sie auch wohl zusammen ihre eigenen Interessen schützen.“