»Heute nicht. Ich habe keine Zeit.«

»Ach so!« sagte Sandip mit blitzenden Augen. »Keine Zeit zu vergeuden! Nur für tête-à-têtes.«

Eifersucht! Wenn das starke Geschlecht Schwäche zeigt, so kann das schwächere es sich nicht versagen, die Siegestrommel zu schlagen. Daher wiederholte ich fest: »Ich habe wirklich keine Zeit.«

Sandip ging mit finsterm Gesicht hinaus. Amulja war ganz verstört. »Schwester Rani«, sagte er in bittendem Ton, »Sandip Babu ist böse.«

»Er hat weder Ursache noch Recht, böse zu sein«, sagte ich heftig. »Laß mich dich vor einer Sache warnen. Du darfst Sandip Babu nichts von dem Verkauf meiner Schmucksachen sagen, — bei deinem Leben nicht!«

»Nein, ich werde es nicht tun.«

»Dann warte lieber nicht mehr! Du mußt noch heute mit dem Abendzug fahren.«

Amulja und ich verließen zusammen das Zimmer. Als wir hinaustraten auf die Veranda, stand Sandip da. Ich merkte, daß er Amulja auflauerte. Um ihn zu hindern, mußte ich ihn mit Beschlag belegen.

»Was ist es, was Sie mir sagen wollten, Sandip Babu?« fragte ich.