»Nun, wie kommt es denn, daß die Tschota Rani sich so früh am Tage anzieht?« rief meine Schwägerin. »Da ist wohl wieder eine ihrer Bande Mataram-Versammlungen. Räuberkönigin,« rief sie Bimala scherzend zu, »zählst du da drinnen deine Beute?«

»Ich sehe nachher nach dem Geld«, sagte ich und ging hinaus nach meinem Geschäftszimmer.

Ich fand den Polizeiinspektor auf mich warten. »Haben Sie irgendeine Spur von den Banditen?« fragte ich.

»Ich habe einen Verdacht.«

»Auf wen?«

»Auf Kasim, den Wächter.«

»Kasim? Aber wurde der nicht verwundet?«

»Nicht der Rede wert. Eine Fleischwunde am Bein, die er sich wahrscheinlich selbst beigebracht hat.«

»Aber ich kann mich nicht entschließen, das von ihm zu glauben. Er ist ein so treuer Diener.«

»Sie mögen ihn für treu gehalten haben, aber das hindert nicht, daß er ein Dieb ist. Habe ich nicht erlebt, wie Menschen, denen man zwanzig Jahre lang getraut hatte, plötzlich...«