»Selbst wenn es so wäre, so könnte ich ihn doch nicht ins Gefängnis schicken. Aber warum sollte er den übrigen Teil des Geldes haben umherliegen lassen?«
»Um den Verdacht von sich abzulenken. Was Sie auch sagen mögen, Maharadscha, er ist ein alter Praktikus in solchen Schlichen. Er ist zwar zu seiner Dienstzeit immer am Platz, aber ich bin sicher, daß er bei allen Räubereien in der Nachbarschaft die Hand im Spiele hat.«
Und nun zählte mir der Inspektor die verschiedenen Methoden auf, wodurch es möglich sei, an einem Raubanfall zwanzig bis dreißig Meilen weit fort teilzunehmen und doch zur rechten Zeit wieder im Dienst zu sein.
»Haben Sie Kasim mitgebracht?« fragte ich.
»Nein,« war die Antwort, »er ist in Untersuchungshaft. Die Polizei ist jetzt verpflichtet, die Untersuchung einzuleiten.«
»Ich möchte ihn sehen«, sagte ich.
Als ich in seine Zelle kam, fiel er mir weinend zu Füßen.
»Ich schwöre Ihnen bei Gott,« rief er, »daß ich es nicht getan habe.«
»Ich zweifle nicht an dir, Kasim«, beruhigte ich ihn. »Fürchte nichts. Man kann dir nichts tun, wenn du unschuldig bist.«