Solche Reden meines Gatten verdrossen mich nur. Ich konnte mich nicht enthalten, mich einzumischen: »Du meinst, daß diese Begeisterung nur ein Rausch ist, aber gibt solch ein Rausch nicht in gewisser Weise Kraft?« »Ja«, erwiderte mein Gatte. »Er gibt vielleicht Kraft, aber keine Waffen.«

»Kraft aber ist eine Gabe Gottes«, fuhr ich fort. »Waffen können von bloßen Handwerkern beschafft werden.« Mein Gatte lächelte. »Die Handwerker werden ihren Lohn fordern, bevor sie die Waffen liefern«, sagte er.

Sandip warf sich in die Brust, als er erwiderte: »Sorge dich nur darum nicht! Sie sollen ihren Lohn schon haben.«

»Ich werde die Festmusik bestellen, wenn sie ihre Bezahlung haben, nicht vorher«, antwortete mein Gatte.

»Du brauchst dir nicht einzubilden, daß wir auf deine Freigebigkeit dafür angewiesen sind«, sagte Sandip spöttisch. »Unser Fest hängt nicht von Geldzahlungen ab.«

Und er begann mit rauher Stimme zu singen:

Mein Geliebter, der verschwenderisch seine Liebe ausschüttet und nach Lohn nicht fragt,
Spielt die einfache kleine Flöte, die er für ein Nichts kaufte,
Und mein Herz lauscht den Klängen, bis es sich ganz darin verliert.

Dann wandte er sich lächelnd zu mir und sagte: »Wenn ich singe, Bienenkönigin, so will ich damit nur beweisen, daß, wenn unser Leben voll Musik ist, wir eine schöne Stimme entbehren können. Wenn wir nur singen, weil wir musikalisch sind, so hat das Lied nicht viel Wert. Nun, da ein voller Strom von Musik über unser Land dahinflutet, lassen Sie Nikhil seine Tonleiter üben, während wir mit unsern rauhen Stimmen das Land aufrütteln:

Mein Haus ruft mir zu: Warum willst du hinaus und willst draußen dein Alles verlieren?
Doch mein Leben sagt: Nimm deine ganze Habe und gib sie den Winden preis!
Ich folge dem Ruf des Lebens, was gilt mir das Gut, das doch entflieht?
Muß ich den Untergang freien, so sei es lächelnd getan!
Denn nur das Eine begehr' ich: den Todestrank der Unsterblichkeit.