»Wessen Schlaf stiehlst Du Dir jetzt?«
DER ANFANG
»Wo bin ich hergekommen, wo hast Du mich aufgelesen?« fragte das Kind seine Mutter.
Sie antwortete halb weinend, halb lachend und drückte das Kind an ihre Brust:
»Du warst verborgen in meinem Herzen als seine Sehnsucht, Liebling.
Du warst in den Puppen meiner Kinderspiele; und wenn ich aus Lehm das Bildnis meines Gottes formte jeden Morgen, dann formte und vernichtete ich Dich.
Du warst mit eingeschlossen in der Gottheit unsres Hauses; sie verehrend, verehrte ich Dich.
In all meinem Hoffen und Lieben, in meinem Leben, in dem Leben meiner Mutter hast Du gelebt.
Im Schoß des unsterblichen Geistes, der über unserm Hause waltet, bist Du genährt worden durch Menschenalter.
In meiner Mädchenzeit, da mein Herz seine Blumenblätter aufschloß, schwebtest Du als ihr Duft darüber.