Deine zarte Sanftheit blühte in meinen jugendlichen Gliedern wie ein Wolkenglühn vor Sonnenaufgang.

Himmelserwählter Liebling, Zwilling des Morgenlichts, Du bist den Strom des irdischen Lebens heruntergeschwommen und zuletzt bist Du an meinem Herzen gestrandet.

Ich schaue in Dein Gesicht, und Unfaßbares überkommt mich: Du, der allen gehört, bist mein geworden.

Vor Angst, Dich zu verlieren, halt' ich Dich eng an meine Brust. Welcher Zauber hat den Schatz der Welt in diese meine schlanken Arme verstrickt!«

KINDCHENS WELT

Ich wünsche, ich könnte eine stille Ecke haben im Herzen von Kindchens ureigenster Welt.

Ich weiß, sie hat Sterne, die zu ihm reden, und einen Himmel, der niedersteigt zu seinem Gesicht, um ihn mit seinen närrischen Wolken und Regenbogen zu vergnügen.

Solche, die tun, als wären sie stumm und dreinschaun, als könnten sie sich niemals bewegen, kommen zu seinem Fenster gekrochen mit ihren Geschichten und mit Kästen voll herrlichem Spielzeug.


Ich wünsche, ich könnte die Straße wandern, die durch Kindchens Gedanken führt, und weiter, hinaus über alle Schranken;