Der Dichter hatte die Augen geschlossen. „Meine Herrin,“ flüsterte er, „hast du endlich Erbarmen mit deinem Diener und kommst zu ihm?“

Eine süße Stimme antwortete: „Mein Dichter, ich bin da.“

Schekhar öffnete die Augen und sah an seinem Lager die Gestalt einer Frau. Er konnte nur noch wie durch einen Nebel sehen. Und es schien ihm, daß das aus dem Schatten geborene Bildnis, das er so lange im geheimen Schrein seines Herzens bewahrt hatte, jetzt in seinem letzten Augenblick in die Welt hinausgekommen war, um ihm ins Antlitz zu sehen.

Die Gestalt sagte: „Ich bin die Prinzessin Adschita.“ Mit äußerster Anstrengung richtete sich der Dichter von seinem Lager auf.

Die Prinzessin flüsterte ihm ins Ohr: „Der König hat dir nicht Gerechtigkeit widerfahren lassen. Du warst es, mein Dichter, der den Kampf gewann, und ich bin gekommen, um dich mit dem Siegeskranz zu krönen.“

Damit nahm sie den Blumenkranz von ihrem Haar und setzte ihn dem Dichter aufs Haupt, und der Dichter sank tot auf sein Lager zurück.


[MASCHI]

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