„Ich kann nur nicht heucheln wie ihr andern und trübsinnig aussehen, nur damit andre nicht schlecht von mir denken.“

„Nun, dann sag' mir, was du jetzt tun willst.“

„Ich muß fort. Niemand kann mich hindern.“

„Kßß! Was du für eine eigenwillige kleine Frau bist!“

II

ALS Dschotin hörte, daß Mani geweint hätte bei dem bloßen Gedanken an eine Heimreise zu ihrem Vater, wurde er so erregt, daß er sich im Bett aufrichten mußte. Er schob das Kissen hinter seinen Rücken und sich darauf zurücklehnend, sagte er: „Maschi, öffne das Fenster ein wenig und nimm die Lampe weg.“

Die stille Nacht stand schweigend am Fenster wie ein Pilger der Ewigkeit, und die Sterne schauten herein, die Zeugen zahlloser Todesszenen in zahllosen Jahrtausenden.

Dschotin sah das Antlitz seiner Mani auf dem Hintergrunde der dunklen Nacht und sah, wie ihre großen dunklen Augen unaufhörlich von Tränen überflossen.

Maschi fühlte sich erleichtert, als sie ihn so ruhig sah, denn sie dachte, er schliefe.