„Warum quälst du dich deshalb so viel, mein Liebling?“

„Alles, was ich habe, verdanke ich dir. Wenn du mein Testament siehst, so denke keinen Augenblick, daß – –“

„Aber was fällt dir ein, Dschotin? Glaubst du denn, daß ich es auch nur einen Augenblick übelnehmen könnte, wenn du Mani gibst, was dir gehört? Ich bin doch nicht so kleinlich.“

„Aber du wirst auch – –“

„Nun höre einmal, Dschotin, jetzt werde ich böse. Du willst mich mit Geld trösten.“

„Ach, Maschi, wie gern möchte ich dir etwas geben, was besser ist als Geld!“

„Das hast du ja getan, Dschotin! mehr als genug. Hast du mir denn nicht mein einsames Leben ausgefüllt? Das war solch ein großes Glück, daß ich es mir in vielen früheren Leben verdient haben muß. Du hast mir soviel gegeben, daß ich jetzt, wo dies Leben mir nichts mehr zu geben hat, nicht klagen werde. Ja, ja, hinterlasse nur Mani alles: dein Haus, dein Geld, deinen Wagen und dein Land – mir sind solche Lasten jetzt zu schwer.“

„Ich weiß ja, daß du den Geschmack an den Freuden des Lebens verloren hast, aber Mani ist so jung, daß –“

„O nein, das mußt du nicht sagen. Wenn du ihr dein Eigentum hinterläßt, das ist schon recht, aber was die Freuden des Lebens anbetrifft –“

„Aber warum sollte sie sie auch nicht genießen, Maschi?“