„Hören Sie mal, Sie dürfen nicht so viel bei dem Kranken sein, Sie regen ihn auf. Gehn Sie zu Bett, mein Assistent bleibt bei ihm.“

„Nein, Maschi, ich kann dich nicht fortlassen.“

„Gut, mein Liebling, ich werde ruhig in der Ecke sitzen.“

„Nein, nein, du mußt dicht bei mir sitzen. Ich kann deine Hand nicht lassen, nicht bis zuletzt. Deine Hand hat mich geführt und aus deiner Hand soll Gott mich wieder empfangen.“

„Nun gut,“ sagte der Doktor, „Sie können dableiben. Aber Dschotin Babu, Sie dürfen nicht zu ihr sprechen. Es ist Zeit, daß Sie Ihre Medizin nehmen.“

„Zeit für Medizin? Unsinn! Die Zeit dafür ist vorbei. Jetzt Medizin geben heißt nur täuschen. Aber ich fürchte mich auch gar nicht vor dem Sterben. Maschi, der Tod bereitet mir schon seinen Trank, was soll der Doktor mich noch plagen! Schick' ihn fort! Dich nur brauch ich jetzt, niemanden sonst, niemanden! Keine Lüge mehr!“

„Ich muß hier als Arzt Einspruch tun, diese Aufregung schadet Ihnen!“

„Gehen Sie also fort, Doktor, regen Sie mich nicht mehr auf! – Ist er fort, Maschi? … das ist gut! Nun komm und nimm meinen Kopf in deinen Schoß.“

„Ja komm, mein Liebling. Und nun versuch' zu schlafen!“

„Nein, Maschi, sag' nicht, daß ich schlafen soll. Wenn ich einschlafe, wache ich nicht wieder auf. Ich muß mich noch etwas wach halten. – Hörst du nicht ein Geräusch? Es kommt jemand!“