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Ich dachte, daß meine Reise ihr Ende gefunden, bis zum letzten Bereich meines Könnens – daß der Pfad vor mir geschlossen sei, daß der Vorrat erschöpft und die Zeit gekommen, um Schutz zu finden in stiller Verborgenheit.

Aber ich finde: kein Ende kennt dein Wille mit mir. Wenn alte Worte auf der Zunge sterben, dann brechen neue Melodien im Herzen aus; und wo die alte Spur verloren ist, da wird ein neues Land mit seinen Wundern offenbar.

38

Daß ich dich brauche, nur dich, soll mein Herz wiederholen endlos. Alle Wünsche, die mich zerreißen Tag und Nacht, sind nichtig bis auf den Grund.

Wie die Nacht in ihrem Dunkel den Drang nach Licht birgt, so ringt aus der Tiefe des Unbewußten der Schrei sich los: »Ich brauche dich, nur dich!«

Wie der Sturm sein Ziel im Frieden sucht, wenn er den Frieden bekämpft mit all seiner Macht, so schlägt mein Aufruhr gegen deine Liebe, und doch ist mein Schrei: »Ich brauche dich, nur dich!«