39
Wenn mein Herz hart und verdorrt ist, komm über mich mit einem Regen der Gnade.
Wenn die Huld aus meinem Leben verschwand, komm über mich mit dem Sturm des Gesanges.
Wenn die lärmende Arbeit, das Getöse ringsum sich erhebt und mich abschließt vom Jenseits, komm zu mir, Herr des Schweigens, mit deiner Ruhe, dem Frieden.
Wenn mein bettelhaft Herz sich verkriecht, im Winkel verschlossen, brich das Tor, mein König, und komm mit Gepränge des Königs.
Wenn Begierde die Seele blendet mit Täuschung und Staub, o du Heiliger, Wachender, komme mit Blitz und mit Donner.
40
Gott hielt mir den Regen zurück, Tag auf Tag vom verdorrten Herzen. Feurig nackt ist der Horizont, keine dünnste Decke von sanften Wolken, kein schwächster Wink von fernem, kühlenden Schauer.
Schick das zornige Wetter, schwarz wie der Tod, wenns dein Wunsch ist, das mit der Geißel des Blitzes den Himmel von Pol zu Pol peitscht.