Sie ist so leicht und schwebend und zart und tränenvoll dunkel, das kommt, weil du sie liebst, o du Fleckenloser und Heiterer. Und darum darf sie dein hehres und weißes Licht mit ihrem leidvollen Schatten decken.

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Der gleiche Strom des Lebens, der Tag und Nacht durch meine Adern fließt, fließt durch die Welt und tanzt in rhythmischen Maßen.

Das gleiche Leben ists, das freudevoll durch den Staub der Erde schießt in zahllosen Gräsern und ausbricht in rauschenden Wogen von Blättern und Blumen.

Das gleiche Leben ists, das geschaukelt wird in der Ozeanwiege von Tod und Geburt, von Ebbe und Flut.

Ich fühl meine Glieder erstrahlen von der Berührung der Welt dieses Lebens. Und mein Stolz stammt aus dem Lebenspuls der Äonen, die durch meine Adern tanzen in diesem Augenblick.

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Geht es über deine Kräfte, froh zu sein mit dem Frohsinn in diesem Rhythmus? Gefangen, vergangen, verloren im Wirbel dieser angstvollen Freude?