Alle Dinge stürzen weiter, sie halten nicht an, sie schauen nicht zurück, keine Macht hält sie auf, sie stürzen weiter.
Schritt zu halten mit der hinreißenden rastlosen Musik. Jahreszeiten kommen tanzend und gehn. Farben, Töne und Duft schütten endlose Kaskaden in die überströmende Freude, die umherstreut und hingibt und stirbt in jedem Augenblick.
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Daß ich viel machen sollte aus meinem Selbst, nach allen Seiten es wenden, um in deinen Glanz farbige Schatten zu werfen – das ist deine Maja.
Du setzest eine Schranke im eignen Sein und rufst dein getrenntes Selbst in Myriaden Tönen. Und diese deine Selbsttrennung ist in mir Leib geworden.
Der helle durchdringende Sang hallt durch den ganzen Himmel in vielfarbigen Tränen und Lächeln, Furcht und Hoffnung. Wogen steigen und fallen wieder, Träume zerrinnen und bilden sich. In mir ist deine eigene Selbstvernichtung.
Die Schranke, die du errichtet, ist bemalt mit zahllosen Gestalten, mit dem Pinsel von Tag und Nacht. Dahinter ist dein Thron gewoben in wunderbar geheimnisvollen Schnörkeln, verworfen sind alle Linien, die kahl und gerade sind.
Das große Schauspiel von dir und mir hat sich über den Himmel gebreitet. Von der Melodie von dir und mir erzittern die Lüfte, Zeitalter vergehen mit dem Verbergen und Suchen von dir und mir.