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Mein Lied hat seines Schmuckes sich entäußert, es ist nicht stolz auf Kleid und Zier. Der Schmuck könnt unsre Einigkeit zerstören, er würde zwischen dich und mich sich stellen; dein Flüstern könnt ertrinken in dem Klingklang.
Mein Dichterhochmut stirbt in Scham vor deinem Anblick, o Meisterdichter, ich saß dir zu Füßen. Laß mich mein Leben grad und einfach machen, gleich einer Flöte, die du füllst mit Tönen.
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Das Kind, dem ein fürstlich Kleid man anzog, und das Juwelen um seinen Nacken trägt, verliert alle Freude an seinem Spiel, behindert vom Kleid bei jedem Schritt.
Aus Furcht, es könnte zerreißen, vom Staube befleckt sein, hält es sich fern von der Welt und fürchtet beinah sich zu regen.
Mutter, es ist kein Gewinn im Zwang deines Putzes, wenn er uns ausschließt vom heilsamen Staube der Erde, wenn er des Rechts uns beraubt, hinzuzutreten zum großen Markt des gemeinen menschlichen Lebens.