9
Narr, der du suchst, dich auf eignen Schultern zu tragen; o Bettler, der du kommst, an eignen Türen zu betteln!
Leg deine Lasten in seine Hände, der alles trägt und schaue nicht zurück in Bedauern.
Deine Begierde löschet sogleich das Licht der Lampe, die sie mit ihrem Atem berührt. Unheilig ist sie – nimm nicht deine Gaben aus ihren unreinen Händen. Nimm nur, was heilige Liebe dir bietet.
10
Hier ist dein Schemel, dort ruhn deine Füße, wo die Ärmsten und Niedersten, wo die Verlorenen leben.
Wenn ich versuche, mich dir zu neigen, kann mein Haupt nicht die Tiefe erreichen, wo deine Füße ruhen unter den Ärmsten und Niedersten, den Verlorenen.
Stolz kann niemals sich nähern, wo du umher gehst in den Gewändern der Demütigen unter den Ärmsten und Niedersten, den Verlorenen.
Mein Herz findet nie seinen Weg dorthin, wo du Freundschaft hältst mit den Freundlosen unter den Ärmsten, den Niedersten, den Verlorenen.