Mutter, ich werd eine Perlenkette für deinen Nacken aus meinen Tränen der Sorge weben.

Die Sterne flochten die Ringe von Licht, deinen Fuß zu schmücken, doch meine Kette hängt auf deiner Brust dir.

Reichtum und Ruhm kommt von dir, dir gebührt es zu geben und zu versagen. Aber der Schmerz ist mein eigen durchaus, wenn ich dir ihn als mein Opfer bringe, lohnest du mir mit deiner Gnade.

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Es ist das Weh der Trennung, das durch die Welt sich verbreitet, Gestalten unzählbar gebiert im unendlichen Himmel.

Es ist dieser Schmerz der Trennung, der nächtlich im Schweigen starret von Stern zu Stern und Gesang wird unter dem raschelnden Laub des regnichten, dunkelen Juli.

Es ist dies überfließende Weh, das sich in Liebe vertieft und Begehren, in Leiden und Freuden der Menschenwohnung, dies ist es, das immer schmilzt und fließet im Lied durch mein Dichterherz.

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