Gar manche Stunde verbracht ich im Kampfe von Gut und von Böse, nun aber will es die Gunst meines Gespielen in leeren Tagen, mein Herz an sich zu ziehen; und ich weiß nicht, warum dieser plötzliche Ruf, zu welch nutzlosem Ziel.
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An dem Tage, da der Tod an deine Türe klopfen wird, was willst du ihm bieten?
Ich will vor meinen Gast das volle Gefäß meines Lebens setzen – ich werde ihn nicht mit leeren Händen lassen!
Die ganze süße Kelter meines Herbstes, meiner Sommernächte, die ganze Ernte und der Gewinn des geschäftigen Lebens, das breite ich vor ihn aus am Schluß meiner Tage, wenn der Tod an mein Tor klopft.
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O du letzte Erfüllung des Lebens, Tod, mein Tod, komm, flüstre mir zu!
Tag um Tag hab ich gewartet auf dich, für dich trug ich die Freuden und Schmerzen des Lebens.