Dies ist der höchste Pfad,
Dies ist der höchste Schatz,
Dies ist die höchste Welt,
Dies ist die höchste Wonne.
[MEINE SCHULE]
ALS ich mich den Vierzigern näherte, eröffnete ich eine Schule in Bengalen. Das hatte man sicherlich nicht von mir erwartet, der ich den größten Teil meines Lebens damit zugebracht hatte, Verse zu machen. Daher dachten die Menschen natürlich, daß diese Anstalt wohl keine Musterschule werden würde; jedenfalls aber würde sie etwas unerhört Neues sein, da ich mich so ganz ohne alle Erfahrung an das Unternehmen gewagt hatte.
Dies ist der Grund, warum ich so oft gefragt werde, was denn eigentlich die Idee ist, die meiner Schule zugrunde liegt. Die Frage setzt mich sehr in Verlegenheit, denn ich darf nichts Alltägliches darauf antworten, wenn ich die Erwartung der Fragenden befriedigen will. Ich will jedoch der Versuchung, originell zu sein, widerstehen und mich damit begnügen, nur wahr zu sein.
Ich muß gleich gestehen, daß es schwer für mich ist, diese Frage überhaupt zu beantworten. Denn eine Idee ist nicht etwas wie ein festes Fundament, worauf man ein Gebäude errichtet. Sie ist mehr wie ein Samenkorn, das auch nicht gleich, so wie es anfängt zu keimen und zu wachsen, auseinandergelegt und erklärt werden kann.
Nun aber verdankt diese Schule ihren Ursprung gar nicht irgendeiner neuen Erziehungstheorie, sondern einfach der Erinnerung an meine eigene Schulzeit.
Wenn diese Zeit für mich eine unglückliche war, so liegt der Grund dafür nicht nur in meiner persönlichen Anlage oder in den besonderen Übelständen der Schulen, die ich besuchte. Es kann schon sein, daß ich, wenn ich etwas robuster gewesen wäre, mich dem Druck allmählich angepaßt und es schließlich bis zum Abschluß des Universitätsstudiums gebracht hätte. Aber Schulen sind nun einmal Schulen, wenn auch einige besser sind als andere, je nach dem Maßstab, den sie an sich legen.