Gottes Kraft strahlt von ihm aus und strömt als Bewußtsein in mir und in der Außenwelt. Wir selbst trennen gewöhnlich diese beiden Welten, aber in Wahrheit sind sie zwei Seiten derselben Schöpfung, sie sind gleichen Ursprungs und daher eng miteinander verbunden.

So vergegenwärtigt mir diese Betrachtung, daß mein Bewußtsein und die weite Welt außer mir eins sind. Und worin besteht diese Einheit?

Sie besteht in der großen Kraft, die zugleich mich und die Welt außerhalb meiner mit Bewußtsein durchströmt.

Durch solche Versenkung erwerbe ich nicht etwas für mich, sondern ich gebe mich selbst auf und werde eins mit der ganzen Schöpfung.

Dies ist also unser Text, und wir richten unsre Gedanken ganz auf ihn und wiederholen ihn immer wieder, bis unsre Seele still ist und nichts uns mehr zerstreut. In diesem Zustand kann kein Verlust, keine Angst, kein Schmerz uns berühren, wir sind frei. Dies bedeutet also religiöse Versenkung: wir tauchen ganz ein in die höchste Weisheit, wir leben und weben in ihr und haben in ihr unser Sein.

Ein anderer Text, der in unsrer Schule den Knaben zu ihrer täglichen Andachtsübung dient, lautet:

Om. Pitā no 'si, pitā no bodhi. Namas te 'stu [[17]] .

Pitā no 'si. Du bist unser Vater.

Pitā no bodhi. Gib uns das Bewußtsein, das Erwachen zu der Gewißheit, daß du unser Vater bist.