Hermann Holzer nimmt die Cigarette aus dem Mund und legt sie leise auf den Rand des Tisches. Der feine Rauch steigt steil auf inmitten der Stube. Unwillkürlich folgen beide mit den Blicken dieser ruhigen, feierlichen Bewegung. Da nimmt Holzer einen Stuhl in die Hände und versucht, ihn zu heben. Auf einmal lässt er ihn fallen und schreit in das Gepolter hinein:

„Du bist wohl verrückt?“

„Lass uns ruhig darüber reden, bitte ...“

Bangs Stimme zittert ein wenig.

Aber Holzer ist noch nicht so weit: „Ich ... zerbreche ... sie ...“ wiederholt er mit Betonung, als müsste er diese Worte auswendig lernen. Immer von neuem beginnt er: „Ich zer ...“

„Hermann ....“, bittet der Andere.

„Ich zer ....“ Und Holzer lacht auf einmal zügellos. Man muss es im ganzen Hause hören. Endlich geht ihm das Gelächter aus und er sagt mühsam, mit dem letzten Atem: „Willst Du mir vielleicht – erklären ...?“

Darauf hat Bang gewartet. Er beginnt leise, wie nach guter Vorbereitung. Man kann seine Augen nicht sehen. „Du erinnerst Dich doch, wie Du Helene kennen gelernt hast? Es war bei mir an einem jener lustigen Abende. Das heisst, für Euch war er lustig; für mich und für Helene war es ein Abschied, wenn Du willst – ein Abschiedsfest. Aber ... na also: etwas Wehmütiges jedenfalls. Du hast das nicht bemerkt? – Ich weiss. Zum Schluss haben wir beide es wohl selber nicht mehr gewusst. Wie das so geht. Das Leben ist rasch ....“

Holzer macht eine Bewegung der Ungeduld.

„Nur einen Augenblick, Hermann. Es ist notwendig, von jenem Abend zu reden. An jenem Abend ...“ Bang kommt ein paar Schritte näher und sucht die unruhigen Blicke Holzers zu halten.