Hast du einmal in stiller Waldnacht gelauscht, wenn geheimnisvoll aus dem Dunkel die feinen, ein wenig stumpf gestimmten Silberglocken zu läuten beginnen? Es vergeht dir der Atem vor Freude!

Klünk – klunk – klunk – klünk – unk – klunk – klünk –.

Ein Glöcklein beginnt, zaghaft, lockend. Eins antwortet, viele folgen, und bald läutet es in zauberischem Chor.

Das ist das Ave des Waldteichleins, wo der Herrgott am liebsten Rast hält. –

Warum denke ich oft an dich, du Teich im Waldesgrunde?

Wenn doch des Menschen Seele ein so friedlich Ding wäre wie du! Voll Ruhe und voll Träumen, klar, rein, wunschlos. Und wenn jede in Feierstunden ihr heimliches Silbergeläut hätte!

Alte Steinbrücken

Geht mir doch fort mit T-Trägern und Betonkleisterei!

Baut eure Betonbrücken über Kanäle, wo sie als Kunsterzeugnis zum Kunsterzeugnis taugen. Sooft ihr aber eine Betonbrücke über einen Harzbach legt, möge euch das schlechte Gewissen zwacken, ihr Gotteslästerer und Naturverschandeler! Könnt ihr euch zu einem Bergwasser voll Leben einen betrüblicheren Gegensatz denken als solchen langweiligen Betonbatzen?