Ich will zum Schlusse meines Tagebuches einen Ueberblick meiner Eindrücke über die Constellation und den Charakter der Inseln im Allgemeinen wie im Einzelnen, sowie über die Fauna und Flora derselben wiederzugeben versuchen.

In ihrem Ursprung und ihrer Bildung sind sämmtliche Inseln dieses Archipels sich gleich, da sie bekanntlich alle durch die von Westen nach Osten, beide Continentalmassen durchschneidenden Centralvulkane der Südsee, resp. durch ihre Vertheilungen gleichwie die Gesellschaftsinseln und viele andern Inseln der Südsee aus der Tiefe gehoben und gebildet und allmählig durch Hebungen, durch Rücktritt der See, durch die Auswürfe nachträglicher Eruptionen ihrer Vulkane, durch gewaltige Ausströmungen der Lava in den Ocean und durch Anschwemmung verwitterter Lava und Gesteine ihrer Centralgebirge erweitert worden sind.

Das Gebirge resp. der Untergrund der Insel besteht aus schwarzem Basalt oder Trachyt, Dollerit, Melaphyr und Laven. Ihre Gipfel, d. h. wo nicht noch thätige Krater vorhanden, sind leicht vertieft. Die erloschenen Krater sind in ihrer Form napfförmig.

Höchst charakteristisch sind namentlich auf der Insel Hawaii die kleinen Reihenvulkane im nordwestlichen Theile der Insel: die „Koála“-Berge, und im südöstlichen Theile die Reihengebilde bei Kapéla und Kalahía, Letztere sind prismatische.

Der eisenhaltige mit Jod, Brom, Schwefel, saurem Natron, Gips und Kalk geschwängerte Humus der Inseln besteht aus Kieselerde, Thonerde, Alkalien, Kalkerde, aufgelösten alluvialen oder organischen Anschwemmungen, aufgelösten Vegetabilien und aus Sand, welcher durch gewaltige Herbeispülung des Grundes der Untiefe des Ocean’s durch die Woge, als angehäufte Sandmassen der Umgebung der Ufer oft in Dünen sich zeigt und durch Luft oder durch die Seewinde getrocknet, sich durch Stürme weiter in das Land und über dasselbe allmählig vertheilt hat.

Auch die Korallenbänke, die sich nur am südlichen Ufer der Inseln befinden und die Riffe, sind oft mit solchen Sandanhäufungen umgeben oder überzogen, Sandbänke bildend.

Unter den Laven der Vulkane, die blasenförmige Lücken bilden, findet man meist basaltische resp. feinkörnig krystallische und gleichmässig gemischte, sowie auch erdige resp. äusserst feinkörnige, kleine, krystallinische Theile bildend, obgleich dieselben oft ein porphyrartiges Aussehen haben.

Die Asche, gleichwie der Sand der Vulkane, sind fein zu grauem Mehl oder Kies zertheilte Lava oder Krystalle von Feldspath, Titaneisen, Magneteisen, Olivin, Achat u. s. w.

Die Fauna der Inseln ist im Allgemeinen die gleiche und ist nicht nur in ihrer Mannigfaltigkeit, sondern im Grossen und Ganzen eine arme zu nennen, und ich will, wie folgt, einen kurzen Ueberblick geben.