Teufel, das war denn doch zu bunt! „Willst du jetzt gleich herunterkommen?!“
„Nein!“
„Detta?!“
„Nein!“
Wie sie festhielt! Warte, Kröte! Strampelst noch? Und mit den Beinen stoßen? — „Laß, Mutter! laß mich!“ schrie er wütend. Und wie das blanke Fleisch sich wand! Wie’s klatschte! Wie die Hand ihm brannte! Wie der Racker brüllte! Warte, Satan! —
„Na, na! so grob gleich?“ hörte er plötzlich den Alten; wie aus einem Nebel her.
„Kanalje!“ keuchte er — „marsch!“ und besann sich. Ganz knallrot, ja, war das Fleisch gewesen; knallrot wie ein Hahnenkamm. Und — Hahnrei des Bewußtseins! schoß ihm das Blut in die Schläfen; verdammt ja, wie eine Ohrfeige.
Hatte sie’s verdient? fragte etwas in ihm. Sie stand muckstill, mit den Tränen kämpfend. Was würde Recha sagen? Er schämte sich.
„Hab sie Nachmittag auch schon mal striegeln müssen,“ kams wieder von der Haustür her. Kreuzdonner — „Na, entschuldige nur! Blos mit der Rute ein bißchen auf die Finger.“
So —: deswegen also „Weihnachtsmann“?! und darum war sie vorhin so sonderbar artig?! — Er konnte nicht anders, er mußte lachen. Und auf einmal lachten sie alle zusammen.