»Und wenn ich's nun schon wäre?«

»Dann ...« Sie atmete tief aus ... »Dann wär's halt unser Schicksal! Und vielleicht wär's auch noch Zeit, sich zu dem zurückzufinden, was man früher war.«

Sie legte ihm die Hand über den Arm, er erschauerte leicht unter der Berührung, sie blickten sich in die Augen.

»Frau Josepha, ich bin ein schwerfälliger Gesell. Ich kann keine schönen Worte machen ... ich gehör' Ihnen von dieser Stunde an.«

»Du lieber Bub' ...«

Er fuhr zusammen, einer jener klappernden bunten Bälle, mit denen man sich von Tisch zu Tisch bewarf, hatte seinen Kopf getroffen. Eine Frauenstimme, die seltsam blechern klang, wie eine geborstene Glocke, rief aus der Loge herüber: »Da sehen Sie nur, Rheinthalerchen! Und so was lassen Sie sich gefallen?«

Herr Rheinthaler wandte sich lässig um, seine Augen blickten schon ein wenig verglast vom reichlichen Trunk.

»Ist ja so egal! ... Die Hauptsache, hier ist's gleich Schluß – also gehen wir weiter!«

Frau Josepha erhob sich.

»Wenn's Dir recht ist, werden wir jetzt nach Hause fahren. Ich bin nicht in der Stimmung.«