»Das kommt schon noch! Kellner, zahlen! ... Nämlich, paß auf, die junge Dame, die da vorhin auf Deinem Platz saß, erzählte von einem Café in der Ackerstraße. Das soll zum Kugeln sein. Die Herren ohne Kragen und in gestickten Morgenschuhen, die Damen im Umschlagtuch. Für einen Taler tanzen sie 'ne neue Art von Apachentanz mit allen Schikanen – Fräulein Sandori will für ihren nächsten Sketch Studien machen. Sie kommen doch selbstverständlich mit, Herr Hauptmann?«

»Ich bedauere lebhaft!«

»Sind Sie vielleicht auch nicht in der Stimmung? Oder müssen Sie sich heute wieder Schlachtpläne ausdenken?«

»Keins von beiden. Mir ist es nur, selbst in Zivil, nicht möglich, ein derartiges Lokal zu besuchen.«

»Na, dann können wir ja auch wo anders hingehen?«

Frau Josepha schüttelte den Kopf.

»Ich fahre nach Hause!«

Herr Rheinthaler verbarg mühsam den aufsteigenden Aerger.

»Das ist doch nur 'ne Laune, liebes Kind! Und wir können unsere Gäste doch nicht einfach so stehen lassen.«

Fräulein Sandori zeigte hinter den tiefrot geschminkten Lippen zwei Reihen blendend weißer Perlenzähne, zu klein und zu regelmäßig, um echt zu sein.