Der Chef nickte wohlgefällig.

»Um so besser! Aber jetzt einen kleinen Tropfen Wermut in den Becher der Freude: Urlaub is nich! Wenn die Zeiten wider Erwarten ruhig bleiben sollten, nach dem Manöver.«

»Sehr wohl, Herr Oberst. Ich hatte sowieso nicht darauf gerechnet. Jetzt natürlich erst recht nicht, ich müßte mich ja schämen. Und ich habe hier nicht viel zu besorgen. Ein paar Abschiedsbesuche. Die ärgste Zeitversäumnis wäre die neue Uniform. Sonst könnte ich schon heute abend reisen.«

Der Oberst Wegener lachte laut auf.

»So doll ist das Vaterland nun nicht in Gefahr! Die Russen werden ja nicht gleich morgen anfangen.«

Eine Ordonnanz betrat das Zimmer, stand an der Tür stramm.

»Was' los?«

»Exzellenz erwarten den Herrn Oberst.«

»Es ist gut, ich komme sofort!«

Der Chef griff nach seiner Mappe.