»Dir nach. Verzeih' mir! Acca ist auch da. Ich will dir helfen, die Nazarener zu verderben. Wir sind diese Nacht mit ihnen zusammengekommen.«

»Mit den Nazarenern? Wo sind sie?«

»In einer Grotte, dort beim Hain.«

»Tullus!«

»Ihr Priester ist bei ihnen. Ich führe dich. Kommt, kommt schnell!«

Die Leute von der Leibwache des Cäsars und ein Hauptmann waren zu den beiden getreten. Tullus eilte den Männern voraus. Atemlos erreichte er den Hain, tastete sich bis zum Eingang der Grotte. Aber hier war keine Acca. Sie war auch nicht im Walde, welchen Tullus, den Namen der Geliebten rufend, durchsuchte.

Atinas erschien mit dem Hauptmann und der Wache; Tullus mußte vom Suchen ablassen und die Höhle zeigen. Plötzlich kam ihm ein entsetzlicher Gedanke. Er stürzte seinem Vater und den Römern voraus in die Grotte hinein. Drinnen fand er sie.

Acca stand mitten unter den Jungfrauen, bei den Christen, die Tullus an die Römer verraten hatte. Atinas rief seinem Sohne zu: »Sie bekennt sich als zu diesen gehörend.«

Die Nazarener, die sich ohne Widerstand gefangen nehmen ließen, wurden herausgeführt: sie gingen festen Ganges, erhobenen Hauptes, sich einander Trost und Mut zusprechend. Acca schritt in der Reihe der Jungfrauen, welche liebevoll um die neue Christin besorgt waren.

In einiger Entfernung folgte Tullus. Sein Gesicht war fahl, seine Mienen waren verzerrt; er taumelte wie ein Trunkener und ließ von Zeit zu Zeit ein jammervolles Ächzen hören. Und von Zeit zu Zeit rief er sie an, die er mit den anderen verraten hatte: »Acca! Acca! Acca!«