»Halt!«
Das Stampfen, der Gesang verstummt, eine leichte Brise verweht die lastende Staubwolke, schwitzend, dampfend stehen die Träger.
Kette um Kette wird zum Wasserloch geführt. Lachend, schnatternd, schnalzend verschwinden sie mit stelzenden Schritten im Grün, legen sich reihweise auf den Bauch, schlürfen gierig das bräunliche, klebrige Wasser oder reichen gefüllte Kokosnußschalen herum. Die Trinkgefäße, leere Kürbisse oder ausgehöhlte Früchte des Affenbrotbaumes, die nebst anderem Krimskrams von den Gürteln baumeln, werden aufgefüllt.
Eine Arbeitskolonne fällt indessen Bäume, um die sumpfige Niederung für das Geschütz passierbar zu machen, schneidet Laubwerk, schlägt Äste. — Stamm an Stamm wird über Kreuz in den Mutt gelegt, Zweige und Gras darauf verteilt, Erde und Sand darüber geschüttet.
Eine kurze Ruhepause, und mit langhinhallendem Schrei ziehen die erfrischten Menschenmassen an — — zwei-, dreimal vergebens, dann ein Ruck — die wuchtigen Räder bewegen sich, knirschend wälzt sich das Geschütz durch den Sand.
Die ersten Trägerreihen schreiten bereits über die Brücke und klimmen die jenseitige Böschung hoch. Die Beine schreiten schneller und schneller, setzen sich in Laufschritt, alle Sehnen und Muskeln angespannt! Das Geschütz muß im Schwung hindurch, sonst versinken die Stämme im Sumpf.
Polternd rasselt es den Abhang hinunter, stoßend hüpft die Protze auf die Brücke, schlingernd wackelt die schwerfällige Lafette. Brüllen, Rufen, Schreien — Hunderte von trappelnden Negerbeinen in höchster Anstrengung. Da gleitet ein Rad, zwei Stämme verschieben sich, nach vorn über liegend versinkt das Geschütz bis an die Achse. Bewegungslos steckt es fest!
Picken und Schaufeln arbeiten, tiefatmend mit angezogenen Beinen hocken die Schwarzen, um Kräfte für die erneute Anstrengung zu sammeln.
Ein kurzer Gang ist freigegraben, zu Bergen türmen sich Lehm und Schlamm.
»Auf!«