»Maji, maji — Wasser, Wasser« rufen die schwitzenden schwarzen Lippen. Sie müssen warten — nur gemeinsam kann getrunken werden. Ein Verlassen des Zuggeschirres ist unmöglich.
Hier zieht ein vornehmer Diener, der im Hotel »Kaiserhof« serviert hat, im langen Kanzu, die gestickte Mütze auf dem frisierten Kopf, neben dem stinkenden Buschneger aus Kissangire, Schuster und Schneider von großen Daressalamer Geschäften neben schlanken Steppensöhnen aus Unyamwesi und Usukuma.
Um nicht das für die Verteidigung der Kolonie so wichtige moderne schwere Geschütz den Engländern in die Hände fallen zu lassen, war ich gezwungen, in der Eile alles, was zu finden war, einzustellen, um nur erst wegzukommen. War das Königsberg-Geschütz in der neuen Verteidigungsstellung in Sicherheit, konnten sie alle reich entlohnt entlassen werden.
Mit der dem Neger eigenen glücklichen Anlage machten sie denn auch gute Miene zum bösen Spiel, sahen sie doch die zwingende Notwendigkeit ein und fühlten sich gerecht, wenn auch streng behandelt. —
Dröhnend singen sie schon den ganzen Tag, singen Chorgesang mit Vorsängern oder Spottlieder auf die Engländer. —
»Mamba hi — mamba he
Heia — mamba tafuteni! —
Wumm — wumm — wumm —!«
Fast unerträglich heiß sticht die Sonne, kein Lüftchen fächelt Kühlung, matt und matter wird der Gesang, die Rufe nach Wasser mehren sich. Da vorn steht eine Palmgruppe, einige Mangobäume. Ich reite voraus.
Eine kurze, sumpfige Niederung unterbricht die eintönige Sandstrecke, Schlingpflanzen, weiches Gras — — einige Wasserlöcher.