Hoch und trocken liegt der Kutter auf der Seite zwischen zwei Sandwellen — ein Teil seines Dollbords ist eingedrückt. —
Staunend stehe ich in dieser glühenden Wüstenlandschaft erhabenster Eintönigkeit. Wie winzige Eintagsfliegen krabbeln hilflos und unsicher die paar Menschlein in dieser gewaltigen Sandeinöde herum, dicht am Fuß von gelbroten, zum Teil steilabfallenden Riesendünen.
Ich denke an meinen Befehl, dessen Ausführung mir hier geradezu lächerlich erscheint: Wasser graben! — Hier in diesem Sandmeer, dem Wahrzeichen absolutester Trockenheit!
Aber ich lasse graben!
Schweigend greifen meine Leute zu den Schaufeln, erdrückt von der Großartigkeit dieser heißen Wüstenberge, von der Aussichtslosigkeit ihrer Mühe überzeugt.
Das Loch wird größer und größer. Schon ist es mehrere Meter tief, aber der Sand da unten ist genau so trocken, genau so heiß wie an der Oberfläche. An Feuchtigkeit, geschweige denn Wasser ist nicht zu denken.
Wir hören auf!
Da zeigt einer nach Westen, nach einem tiefen Einschnitt der sich dort im Sonnenflimmern verlierenden Wüstenberge.
»Da kommen Eingeborene!«
Eine lange, immer länger werdende Reihe schwarzer Punkte bewegt sich dort anscheinend schneller und schneller auf uns zu.