Er verteidigt sich nicht mehr. Langsam neigt er sich auf die Backbordseite und zeigt seinen grünbewachsenen Boden.
Wir lassen jetzt von ihm ab, er ist erledigt.
Lange Rauchschwaden ziehen über ihn hin. — Die leichte Brise ist eingeschlafen, matt hängt die rote Fahne des Propheten am Sultanspalast.
Rauchend liegt unter Land eine Dampfbarkasse. Sie wollte sich uns nähern, da wurde sie vernichtet.
Die Sonne hat sich über der Stadt erhoben. Weiß leuchten die Paläste, Häuser und Minarets von Sansibar.
Kaum tausend Meter vor den Toren des Sultanspalastes liegt der untergehende englische Kreuzer — es ist der »Pegasus«!
Auf den Kais sind Menschengruppen zu erkennen. Wir drehen langsam nach Süden — verlassen den Hafen! Einige Schuß noch auf die englische Funkenstation, krachend stürzen zwei von ihren Masten zusammen, sie schweigt. Sansibar ist ohne Funkenverbindung mit der Außenwelt. —
Wiegend empfängt uns die weite Dünung der freien See — im Westen tauchen die bewaldeten Höhenzüge der afrikanischen Küste auf — die hohen weißen Rauchsäulen der Steppenbrände schlängeln sich in den azurblauen Himmel.
Hinter uns versinken langsam die grünen Palmenhaine Sansibars. Grell von der Sonne beschienen, leuchtet der rotfarbene Leuchtturm, hellgelb und weiß das Felsengestade und die Riffe seiner Südküste.