Wir passieren die »Somali«, die einsam und verlassen im Fahrwasser liegt. Treu wie ein Hund ist sie uns bis hierher gefolgt und muß sich jetzt hier für uns vernichten lassen. Verschiedene Löcher, herabhängende Eisenfetzen und geknickte Stützen zeugen von der gestrigen Beschießung.
Wir erreichen die Hauptbiegung des Saningaarmes und somit unser Ziel.
Von den Dutzenden von abzweigenden Querkanälen wählen wir den tiefsten, zugleich den am besten unter überhängenden Mangroven verborgenen.
Der Doppeleinbaum wird mit frischem Grün geschmückt — er ist jetzt vollkommen unkenntlich — und in der passenden Schußrichtung festgepflöckt. Die Pinasse verschwindet im Innern des Kreeks.
So sitzen wir und lauern!
Das Wasser steigt nur mehr langsam, also muß es sich bald entscheiden!
Wollen die Engländer uns angreifen, so müssen sie einlaufen, denn von See aus beträgt die Entfernung bis zur »Königsberg« mindestens 15 Kilometer — sie ist außer theoretischer Reichweite der englischen Schiffsgeschütze.
Also müssen sie kommen — wir erwarten sie. —
Ins Wasser gestreute Blätter zeigen, daß jetzt Stauwasser ist — die höchste Höhe ist erreicht.
Angestrengt starren wir auf die Biegung. Jeden Augenblick kann dicht vor uns der graue Bug eines langsam um die Ecke steuernden Kreuzers sichtbar werden.