Es geht nach rechts in einen Seitenarm. Langsam, langsam dreht der Riese in eine schmale Wasserstraße.

Wieder huschen dunkle, nicht erkennbare Bäume vorüber, deren Äste manchmal raschelnd und knarrend an den Bordwänden längsfahren.

Kein Wort wird gesprochen, nur ab und zu ein ruhiger, mit halblauter Stimme gesprochener Befehl des Kommandanten oder des Navigationsoffiziers — die ruhige, eintönige Wiederholung des Rudergängers oder ein Rasseln der Maschinentelegraphen.

Dumpf tönt das Mahlen der Schrauben, das im Schiffskörper wie auf einem Resonanzboden wiederhallt.

8 Meter, 10 Meter werden ausgerufen.

Dieser kleine Seitenarm, durch den wir vom Saninga- in den Simba-Uranga-Arm wollen, hat mehr Wasser, als man vermutet hatte.

Mit erstaunlicher Gewandtheit folgt der mächtige dunkle Koloß den vielen Windungen und Biegungen des schmalen Kreeks.

Im Osten erscheint ein heller Schimmer, der sich schnell über das ganze Himmelsgewölbe ausbreitet und dann von starken, grelleren Farben abgelöst wird, bis die Spitzen der Mangroven von der aufsteigenden Sonne in blitzendes Licht getaucht werden.

Eigenartig ist das Bild, das sich jetzt uns bietet.

Von der Kommandobrücke aus übersieht man weit die tieferliegenden endlosen, niederen Mangrovenwälder, die auf beiden Seiten bis fast an die Bordwände heranreichen und langsam vorübergleiten. Man hat den Eindruck, als führe man mit dem Kreuzer, dessen Dimensionen und Größe durch die Kleinheit der Bäume ins Übergewaltige gesteigert wird, über Land durch einen Wald.