Was werden soll? — Der Nachmittag wird es zeigen! — — —
Rauschend und brausend strömt der Fluß jetzt vorbei — der See zu. Gegen 8 Uhr erscheinen bereits die oberen Enden der Schraubenflügel über dem Wasser.
Da neigt sich langsam die »Königsberg« nach Steuerbord — senkt sich und senkt sich mehr und mehr. Schräg stehen Masten und Decks, die Gefahr des Kenterns droht. Ohnmächtig muß man zusehen! Alle Versuche, das Schiff abzustützen, sind vergeblich.
Fast zwei Meter des mit Muscheln, Algen und Schlamm dichtbewachsenen Schiffbodens sind jetzt frei. Wir machen aus der Not eine Tugend: Boote werden heruntergelassen, um ihn abzuschaben, zu reinigen.
Eine mächtige Sandbank taucht vor dem Bug aus dem abfließenden Strom, weiter und weiter senkt sich das Wasser.
Die Schraubenflügel werden frei, gegen zehn Uhr ist sogar die Schraubenwelle sichtbar!
Der tiefste Wasserstand ist eingetreten. — Beim Hochwasser des Nachmittags werden die Engländer ihre Beschießung wiederholen.
Das Nachmittagshochwasser ist aber nie so hoch wie das des Morgens. Eisern festgenagelt werden wir auf dem Grund sitzen, werden wehrlos, auf dem Präsentierteller liegen und ihren Granaten preisgegeben sein. —
Gegen Mittag fahren wir mit den Torpedoeinbäumen wieder nach der Mündung, legen uns in den Kreek von gestern.
Um vier Uhr haben wir Hochwasser, um vier Uhr muß es sich entscheiden.