Riesengroß in ihrer Einsamkeit lastet die Urwaldabgeschiedenheit! —

Und mitten darin, wie ein Fremdkörper in den Eingeweiden eines Menschen, dieses komplizierte Erzeugnis ausgeklügelter Technik, diese Sammlung von Maschinen und Maschinchen, bevölkert von einer zusammengedrängten Masse von Menschen — ein moderner Kreuzer! Er paßt nicht hierher in diese Jahrtausende alte Wildnis, deren geheimnisvolles Leben ihn umspielt.

Ob sich sein Schicksal hier erfüllt, er in dieser Einöde zugrunde gehen wird, mit allem was auf ihm lebt?

Dann wird man nach Jahrzehnten, wenn der Fluß in seinem ewigen Auf und Nieder diesen Arm versandet hat, wenn der Wind die Samen der Mangroven darüber hingestreut und die Zeit sie zu Bäumen hat anwachsen lassen, aus dem grünen Dickicht der verästelten Mangroven wirres, zerschossenes Eisenzeug, geknickte Masten, zerfetztes Blech hervorragen sehen.

Braune, zähe Stämme mit Luftwurzeln werden aus verrosteten Luken wachsen, in den verschlickten Kammern, Heiz- und Maschinenräumen werden zwischen vom Wasser zerfressenen Kolben und Pleuelstangen gelbgraue und schmutziggrüne Krokodile hausen. — — —

Die Schritte des Wachhabenden sind verklungen. — Ich sehe im hellen Mondschein, wie ein Geschütz gerichtet wird.

Da steige ich an Deck nieder.

Die Mündung zeigt auf die helle Sandbank. Bootsmannsmaat der Wache und Läufer Deck sehen abwechselnd angestrengt durch das Zielfernrohr.

»Was ist da zu sehen?«

»Auf der Sandbank sind zwei Flußpferde, ein großes und ein kleines! Da — jetzt tanzen sie im Kreise!«