Auf einem alten, vertrockneten Ast klopft Musa — der Gewehrträger — ein Ei auf.

Vorsichtig öffnet er die beiden Schalen genau in der Mitte.

Mit Staunen sehe ich zwei, durch eine zarte weiße Scheidewand geteilte Hälften, in deren jeder, bräunlich und zu einer Spirale zusammengerollt ein Krokodilsembryo liegt.

Fast sieht es aus wie ein um den Finger gedrehtes Seepferdchen.

Wir markieren den Platz, um auf dem Rückweg wieder hier vorbeizukommen, schlagen einen kleinen Bogen und tauchen im hohen Gras unter, das nach einigen hundert Metern niedriger und niedriger wird, um in die busch- und baumbesetzte Steppe überzugehen.

Durch eine boskettartige Gebüschgruppe zwängen wir uns, Dornen reißen an Armen und Beinen, stachlige Blüten streifen das Gesicht.

Tief gebückt stecke ich auf der andern Seite aufatmend den Kopf ins Freie — — da stehen dicht vor mir drei von der Sonne hell beschienene, plumpe schwarze Tiere, — »pangos« — Warzenschweine, wie Musa meint.

Das größte von ihnen steht mir am nächsten. Ich kann jetzt, da es sich halb nach mir herumdreht, seine riesigen weißen Gewehre erkennen.

Langsam gehe ich kniend in den Anschlag und sehe Kimme, Korn, Blatt.

Ich freue mich aber so, schon heute — gleich beim erstenmal — auf afrikanisches Wild zum Schuß zu kommen, daß ich wieder absetze, um das Bild da vorn noch länger zu genießen. Im Bewußtsein der Sicherheit des Besitzes der Beute, die mir auf diese kurze Entfernung nicht mehr entgehen kann.